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Stellungnahme

AlzChem Group AG nimmt Stellung zum  Beschränkungsbericht der Europäischen Chemieagentur zur Verwendung von Calciumcyanamid (Kalkstickstoff) als Düngemittel 

Trostberg, 25. September 2019 – Als EU-weit einziger Hersteller von Calciumcyanamid (Kalkstickstoff) informiert die AlzChem Group AG (WKN: A2YNT3) zum Beginn des öffentlichen Konsultationsverfahrens zu dem am 14. August 2019 veröffentlichten Vorschlag der Europäische Chemikalienagentur (ECHA) für eine Beschränkung der Verwendung von Calciumcyanamid als Düngemittel. Die ECHA schlägt in ihrem Dossier vor, Kalkstickstoff nach einer Übergangszeit von drei Jahren nicht mehr als Düngemittel in der EU zu vermarkten. Dieser Fall würde eintreten, wenn im Laufe des weiteren Verfahrens keine neuen Erkenntnisse berücksichtigt werden und sich die EU-Kommission diesem Vorschlag uneingeschränkt anschließt. Eine Entscheidung der EU-Kommission ist nicht vor Ende 2020 zu erwarten, da zwischenzeitlich noch ein öffentliches Konsultationsverfahren sowie verschiedene Fachgremiensitzungen stattfinden. 

AlzChem bezieht zu dem Vorschlag der ECHA zur Verwendung von Kalkstickstoff wie folgt Stellung: 

AlzChem begrüßt ausdrücklich eine wissenschaftlich fundierte Risikobewertung für Kalkstickstoff als Düngemittel. Eine solche Risikobewertung muss allerdings auf realistischen Annahmen beruhen und ihre Anforderungen müssen so gestaltet sein, dass sie auch auf andere Dünger angewendet werden können – ohne die Düngeranwendung in der Landwirtschaft an sich in Frage zu stellen. Das ist derzeit noch nicht der Fall: So lassen sich die Regeln der Europäischen Chemikalienverordnung (REACH-VO) nicht einfach auf Düngemittel übertragen. Die ECHA hat zudem außer Acht gelassen, dass für die Stickstoffdüngung bereits zahlreiche, die jetzt geäußerten Bedenken adressierende Auflagen und Einschränkungen erlassen wurden.  
Überdies wurden umfangreiche Studien, welche AlzChem in den letzten Monaten eingereicht hat, von der ECHA aus zeitlichen Gründen noch nicht berücksichtigt. Ferner bewirken Alternativen zum Kalkstickstoff als Düngemittel – wie die ECHA selbst anmerkt – möglicherweise gar keine Verringerung der von der ECHA identifizierten Umweltrisiken.  

Vor diesem Hintergrund sind die Ergebnisse des am 14. August 2019 veröffentlichten Beschränkungsberichts aus unserer Sicht nicht ausreichend belastbar. AlzChem wird die heute beginnende öffentliche Konsultation daher dazu nutzen, die Einschätzung der ECHA zu widerlegen. Wir sind weiterhin fest davon überzeugt, dass von der jahrzehntelang praktizierten Verwendung von Kalkstickstoff als Düngemittel keine Gefahren ausgehen, die einen derartigen Schritt rechtfertigen würden.  

AlzChem bedauert eine mögliche Verunsicherung seiner Kunden durch den veröffentlichen Beschränkungsbericht. Das Unternehmen nimmt seine Produktbeobachtungspflicht sehr ernst, wie mehr als 50 Jahre währende Langzeitversuche belegen, welche die hervorragende Wirkung des Kalkstickstoffs auf die Bodenfruchtbarkeit und die biologische Aktivität des Bodens dokumentieren – ohne spürbare Beeinträchtigung des Menschen und seiner Umwelt.  

Für weitergehende Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. 
 

Über AlzChem 
Die AlzChem-Gruppe ist ein vertikal integrierter Hersteller von Chemieprodukten, die auf der sog. NCN-Kette basieren. Dabei handelt es sich um Produkte mit typischer Stickstoff-Kohlenstoff-Stickstoff-Bindung, die in einer Vielzahl von Branchen Anwendung finden. Die Gruppe hat eine führende Marktposition in ausgewählten Nischenmärkten. Der strategische Wachstumsfokus und der Schwerpunkt der umfangreichen Forschung und Entwicklung liegen auf dem Geschäftssegment Specialty Chemicals. Das Unternehmen hat rund 1.560 Mitarbeiter an vier Standorten in Deutschland und drei weiteren im Ausland. 

Sabine Sieber

Sabine Sieber

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