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Über AlzChem

AlzChem Global
Agriculture
Ein starker und innovativer Partner.

Geschichte

Die NIGU Chemie GmbH

1947 gründete Matthias Thoma in Waldkraiburg die „Chemische Werke Lowi". Das einzige Produkt war Guanidincarbonat.

Im Laufe der 1950er Jahre kam u. a. Nitroguanidin hinzu. Der wachsende Markt für Nitroguanidin führte 1964 zur Ausgründung der Nigu Chemie.

1987 und 1992 erwarb SKW Trostberg AG in zwei Schritten 100 % der Unternehmensanteile.

2001 erfolgte der Zusammenschluss der SKW Trostberg AG mit der Degussa-Hüls AG zur neuen Degussa AG, der heutigen Evonik Industries AG.

Seit 2006 bildet die Nigu Chemie GmbH zusammen mit den Alz-Standorten der ehemaligen SKW die AlzChem AG. 

Schon in den 70er Jahren wurde eine damals einzigartige Schwefelsäure-Recyclinganlage in Betrieb genommen und damit auch dem Umweltschutz Rechnung getragen.

Technisch hochentwickelte Airbag- und Gurtstraffersysteme gehören heute in Automobilen zu den Insassensicherheitssystemen mit starkem Wachstum. Nitroguanidin für Gassätze und Borkaliumnitrat als Anzündmischungen von Nigu leisten hierzu einen beachtlichen Beitrag.

In enger Abstimmung mit unseren Kunden wurden Azid- und Ammoniumnitrat-freie Gassatzrezepturen auf Basis Nitroguanidin entwickelt. Die ungiftigen, ausbeuteoptimierten Treibstoffe erfüllen alle heutigen Anforderungen an die technische Zuverlässigkeit, thermische Langzeitstabilität, Umweltfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit.

Ein weiteres Einsatzgebiet unseres Nitroguanidins und seiner Derivate ist die Herstellung von Pflanzenschutzmitteln auf Basis von Neonicotinoiden.

Mit der Produktion hochreiner Guanidinsalze erfolgte 1993 der Einstieg in den Zukunftsmarkt der Hilfsstoffe für Biotechnologie, Diagnostik und Pharmazeutika.

Hochreines Guanidinhydrochlorid wird in der Biotechnologie beim Downstream Processing in der Produktion moderner rekombinanter (gentechnisch veränderter) Pharmawirkstoffe eingesetzt, sogenannter Biopharmaka und Biosimilars.

Guanidinthiocyanat findet Anwendung in der molekularen Diagnostik. Hierbei handelt es sich um die Isolierung von DNA- und RNA-Fragmenten aus biologischen Proben und anschließender klinischer oder forensischer Diagnostik („Genetischer Fingerabdruck“) bzw. molekularbiologische Forschung.