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29.10.2026, Alzchem, Corporate News

Alzchem steigert Umsatz und Profitabilität im 9-Monatszeitraum 2026

  • Konzernumsatz wächst um 4 % auf 443,8 Mio. Euro
  • EBITDA legt um 8 % auf 93,2 Mio. Euro zu
  • EBITDA-Marge erhöht sich von 20,3 % auf 21,0 %
  • Vorstand bestätigt Prognose 2026

Trostberg, 29. Oktober 2026 – Die Alzchem Group AG, ein international tätiges Spezialchemie-Unternehmen, befindet sich nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 weiterhin auf profitablem Wachstumskurs. Maßgeblicher Treiber war erneut die hohe Nachfrage nach hochwertigen Ingredients insbesondere für die Bereiche Ernährung und Verteidigung. Der Konzern steigerte den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4 % von 424,8 Mio. Euro auf 443,8 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 8 % von 86,2 Mio. Euro auf 93,2 Mio. Euro, während die EBITDA-Marge von 20,3 % auf 21,0 % zunahm. Das Konzernperiodenergebnis stieg von 46,8 Mio. Euro auf 48,4 Mio. Euro. Damit baute Alzchem ihre Ertragskraft trotz höherer Energie- und Rohstoffkosten sowie planmäßiger Anlaufaufwendungen für neue Produktionskapazitäten weiter aus.

Das Segment Specialty Chemicals steigerte seinen Umsatz dank der anhaltend hohen Nachfrage nach hochwertigen Ingredients um 11 % von 281,6 Mio. Euro auf 312,7 Mio. Euro. Noch stärker fiel der Zuwachs beim EBITDA aus, das sich, im Wesentlichen produktmixbedingt, um 17 % von 78,0 Mio. Euro auf 91,5 Mio. Euro erhöhte. Die EBITDA-Marge legte dadurch von 27,7 % auf 29,3 % zu. Wesentliche Wachstumsimpulse kamen aus dem Verteidigungsgeschäft mit Nitroguanidin und aus Human Nutrition mit den Premium-Kreatinmarken Creapure® und Creavitalis®. Auch das Geschäft mit kundenindividuellen Synthesen entwickelte sich positiv, was sich in einer hohen Auslastung der Vielzweckanlagen widerspiegelte.

Im Segment Basics & Intermediates wurde die Geschäftsentwicklung wie erwartet von der zurückhaltenden Nachfrage im Agrar- und Pharmabereich, dem internationalen Wettbewerb und dem höheren Energie- und Rohstoffpreisniveau beeinflusst. Positive Impulse kamen hingegen aus dem Metallurgiegeschäft. Insgesamt ging der Umsatz von 121,6 Mio. Euro auf 109,5 Mio. Euro zurück, während sich das EBITDA von 5,1 Mio. Euro auf 2,0 Mio. Euro verringerte. Nach den Einmalbelastungen aus der umfassenden Carbidofen-Sanierung im 1. Halbjahr erwirtschaftete das Segment im 3. Quartal wieder ein positives EBITDA.

Um die hohe Nachfrage in den Wachstumsfeldern Ernährung und Verteidigung künftig mit noch größeren Mengen bedienen zu können, treibt Alzchem ihre strategischen Kapazitätserweiterungen konsequent voran. So begann im 3. Quartal die technische Inbetriebnahme der zusätzlichen Produktionskapazitäten für Guanidinnitrat und Nitroguanidin in Deutschland. Während im 9-Monatszeitraum bereits planmäßige Anlaufkosten anfielen, werden erste Verkäufe aus dem neuen Anlagenpark im 4. Quartal 2026 erwartet. Parallel konkretisiert Alzchem ihre Pläne für eine Nitroguanidin-Produktion in den USA. Nach der Standortentscheidung für Bushy Park in South Carolina und dem Abschluss des Basic Engineering stehen nun die Optimierung der technischen Auslegung, die weitere Kosten- und Produktionsplanung sowie die finale Vereinbarung zur Finanzierung mit der US-Regierung im Mittelpunkt. Auch der rund 120 Mio. Euro umfassende Ausbau der Kreatin-Kapazitäten einschließlich der Vorprodukte und der zugehörigen Infrastruktur schreitet planmäßig voran. Die neue, weitgehend automatisierte Produktionsanlage soll ab der 2. Jahreshälfte 2027 stufenweise in Betrieb gehen.

Die positive Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten und die Fortschritte bei den strategischen Wachstumsprojekten bilden eine solide Grundlage für den weiteren Jahresverlauf. Der Vorstand bestätigt daher seine Prognose für das Gesamtjahr 2026 und erwartet unverändert einen Konzernumsatz von ca. 600 Mio. Euro, ein EBITDA von rund 126 Mio. Euro und eine EBITDA-Marge von etwa 21,0 %.

Andreas Niedermaier, CEO der Alzchem Group AG, kommentiert: „Die ersten neun Monate zeigen, dass sich unser strategischer Fokus auf hochwertige Spezialchemie-Ingredients auszahlt. Wir konnten unsere Profitabilität trotz gestiegener Kosten weiter steigern. Besonders wichtig ist für uns auch der Blick nach vorne: Mit unseren umfangreichen strategischen Investitionen schaffen wir die Voraussetzungen, um die anhaltend hohe Nachfrage in unseren Wachstumsmärkten künftig noch besser bedienen zu können. Bei Nitroguanidin haben wir mit der technischen Inbetriebnahme der neuen Anlagen in Deutschland einen wichtigen Schritt gemacht, und auch beim Ausbau unserer Kreatin-Produktion liegen wir voll im Plan. Unser Ziel ist klar: Wir wollen die steigende Nachfrage nachhaltig und kundenorientiert bedienen und in zusätzliche Umsatz- und Ergebnisbeiträge umsetzen.“

Die Quartalsmitteilung zum 3. Quartal 2026 steht auf der Webseite www.alzchem.com in der Rubrik Investoren/Veröffentlichungen zum Download zur Verfügung.

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