Alzchem setzt profitables Wachstum im 1. Halbjahr 2026 erfolgreich fort
- Konzernumsatz erhöht sich um 6 % auf 303,9 Mio. Euro
- EBITDA steigt überproportional um 14 % auf 64,5 Mio. Euro
- Hochwertige Ingredients der Spezialchemie bleiben Wachstumstreiber
- Prognose wird bestätigt: Erneute Umsatz- und EBITDA-Steigerungen erwartet
Trostberg, 30. Juli 2026 – Die Alzchem Group AG, ein international tätiges Spezialchemie-Unternehmen, hat im 1. Halbjahr 2026 ihre große operative Stärke erneut unter Beweis gestellt. In einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld mit geopolitischen Unsicherheiten und einer verhaltenen Industriekonjunktur konnte der Konzernumsatz um 6 % von 287,6 Mio. Euro auf 303,9 Mio. Euro gesteigert werden. Das EBITDA erhöhte sich erneut überproportional um 14 % von 56,5 Mio. Euro auf 64,5 Mio. Euro, wodurch die EBITDA-Marge von 19,6 % auf 21,2 % zulegte.
Die positive Geschäfts- und Umsatzentwicklung basiert sowohl auf höheren Absatzmengen als auch auf einem verbesserten Preisniveau. Gleichzeitig konnte Alzchem die Ertragskraft weiter steigern und damit die erfolgreiche strategische Ausrichtung auf margenstarke Ingredients der Spezialchemie erneut unter Beweis stellen. Im Segment Specialty Chemicals stieg der Umsatz im 1. Halbjahr 2026 dementsprechend um 10 % von 194,6 Mio. Euro auf 214,3 Mio. Euro. Das EBITDA nahm überproportional um 19 % von 53,9 Mio. Euro auf 64,1 Mio. Euro zu, gleichbedeutend mit einer erhöhten EBITDA-Marge von 29,9 % nach 27,7 % im Vorjahr. Wachstumstreiber waren insbesondere die Bereiche Human Nutrition, Defense und Custom Manufacturing. Die weltweit anhaltend hohe Nachfrage nach den Kreatin-Produkten Creapure® und Creavitalis® sowie die starke Marktposition von Alzchem im Bereich Nitroguanidin für die Verteidigungsindustrie sorgten ebenso für Wachstumsimpulse wie die weiterhin hohe Auslastung der Mehrzweckanlagen im Custom Manufacturing.
Das Segment Basics & Intermediates entwickelte sich im 1. Halbjahr 2026 im Rahmen der Erwartungen. Der Umsatz lag mit 75,4 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 78,2 Mio. Euro. Trotz des unverändert herausfordernden Marktumfelds im Pharma- und Agrargeschäft sowie der planmäßigen Einmaleffekte aus der umfassenden Carbidofen-Sanierung verzeichnete das Segment ein ausgeglichenes EBITDA (Vorjahr: 1,3 Mio. Euro). Gleichzeitig zeigten sich erste Stabilisierungstendenzen im metallurgischen Geschäft. Dank einer vorausschauenden Produktions- und Lagerplanung konnte die Versorgung der Kunden während der gesamten Ofensanierungsphase jederzeit sichergestellt werden. Mit dem im 2. Halbjahr 2026 vorgesehenen Abschluss der Maßnahmen wird zugleich die Grundlage für eine langfristig leistungsfähige Produktionsbasis geschaffen.
Parallel zur positiven operativen Entwicklung treibt Alzchem ihre strategischen Wachstumsprojekte konsequent voran. In Deutschland wurde der Anfahrprozess der neuen Nitroguanidin-Anlage gestartet. Die zusätzlichen Produktionskapazitäten werden im Verlauf der 2. Jahreshälfte 2026 schrittweise verfügbar sein und es ermöglichen, die weiter steigende Nachfrage der Kunden zuverlässig zu bedienen. Gleichzeitig wurde mit der Standortentscheidung für Bushy Park in South Carolina ein wichtiger Meilenstein beim Aufbau einer eigenen Nitroguanidin-Produktion in den USA erreicht. Ein zusätzliches Investitionsfeld ist der Ausbau der Kreatin-Produktion in Deutschland, mit der Alzchem die langfristig hohe Nachfrage nach hochwertigen Kreatin-Produkten bedienen und weiteres Wachstum ermöglichen will.
Zur Finanzierung der umfangreichen Wachstumsinvestitionen hat Alzchem im 2. Quartal 2026 eine neue langfristige Finanzierungsstruktur mit ihrem bestehenden Bankenpool vereinbart. Das Finanzierungsvolumen umfasst bis zu 100 Mio. Euro, die in mehreren Tranchen flexibel in Anspruch genommen werden können. Somit stärkt Alzchem ihre finanzielle Flexibilität für die weitere Umsetzung ihrer Wachstumsstrategie.
Andreas Niedermaier, CEO der Alzchem Group AG, kommentiert: „Das 1. Halbjahr 2026 belegt, dass wir operative Stärke und langfristige Zukunftsinvestitionen erfolgreich miteinander verbinden. Während wir Umsatz und Ergebnis weiter steigern konnten, schaffen wir gleichzeitig die Voraussetzungen für unsere nächste Wachstumsphase. Die neue langfristige Finanzierungsvereinbarung sichert uns den notwendigen Spielraum, um unsere strategischen Projekte konsequent umzusetzen. Dass die beteiligten Banken diesen Kurs mittragen, ist ein klares Zeichen des Vertrauens in die Ertragskraft und Zukunftsfähigkeit unseres Geschäftsmodells.“
Auf Basis der erfolgreichen Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr 2026 sieht sich Alzchem in ihrer strategischen Ausrichtung bestätigt. Die hohe Nachfrage nach margenstarken Ingredients der Spezialchemie, der planmäßig verlaufende Ausbau der Produktionskapazitäten sowie die erweiterte Finanzierungsbasis schaffen gute Voraussetzungen für die weitere Unternehmensentwicklung. Vor diesem Hintergrund bestätigt das Unternehmen seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 und erwartet weiterhin ein profitables Wachstum.
Der Halbjahresbericht 2026 steht auf der Webseite www.alzchem.com in der Rubrik Investoren/Finanzinformationen zum Download zur Verfügung.