Remarque concernant la sélection de la langue française

Seule la partie « agriculture » est disponible en langue française. En cliquant sur « continuer », vous accéderez uniquement aux informations contenues dans la partie « agriculture ». Toutes les informations du site ALZCHEM sont disponibles en allemand et en anglais.

Continuer REVENIR AU SITE GENERAL ALZCHEM

Kalkstickstoff Anwender Hobbygärtner

Ist eine Verwendung von Kalkstickstoff für die Düngung von Topfpflanzen ratsam?

Ist es möglich Kalkstickstoff für die Düngung von Balkonkästen zu verwenden?

Für Topfpflanzen und Balkonkästen ist Kalkstickstoff nicht empfehlenswert, denn aufgrund des kleinen Wurzelraumes und der intensiven Durchwurzelung der Gefäße besteht das Risiko, dass die Pflanzen zuviel Cyanamid direkt aufnehmen, also bevor es sich weiter zersetzt, so dass es zu braunen Blatträndern und Wurzelschäden kommen kann.

Wird die Erde für die Balkonkästen selbst hergestellt, z.B. durch ein Gemisch aus Kompost, Erde und Sand, macht es Sinn Kalkstickstoff in das Substrat einzumischen.

Das Substrat sollte vor dem Einssatz aber noch einige Zeit ruhen.

Als Aufwandmenge sollten 1 bis 2 Kilogramm Kalkstickstoff je Kubikmeter Erde gleichmäßig eingemischt werden. Die Erde sollte bis zur Verwendung leicht feucht

(nicht nass!) gehalten werden, damit die Bakterien möglichst aktiv bleiben. Durch die Einmischung des Kalkstickstoffs schaltet man Schadpilze, Unkrautsamen sowie verschiedene Schädlinge in der Erde aus.

 

Ist eine Verwendung von Kalkstickstoff zur Blumendüngung möglich?

Kalkstickstoff lässt sich für Blumen verwenden, wenn es sich um Freilandpflanzen handelt, so z.B. in Staudenbeeten, bei Zwiebelpflanzen, Dahlien oder Gladiolen. In diesen Fällen wird der Kalkstickstoff vor dem Austrieb bzw. Aufgang gestreut. Bei einjährigen Blumen muss dagegen schon vor der Saat oder vor dem Pflanzen mit einer anschließenden Wartezeit von ein bis zwei Wochen gedüngt werden. Die Aufwandmenge beträgt je nach Stickstoffbedarf 30 bis 50 Gramm Kalkstickstoff je Quadratmeter Beetfläche. 

 

Ist es möglich, Stauden mit Kalkstickstoff zu düngen, ohne Schaden anzurichten?

Stauden sind aufgrund ihrer tiefen Verwurzelung relativ unempfindlich gegen Kalkstickstoff. Die Ausbringung ist allerdings hier etwas schwieriger, da die meisten Stauden bereits kräftig treiben und die jungen Triebe und Blätter natürlich empfindlich sind. Deshalb den Kalkstickstoff am besten nur in die Zwischenräume streuen oder nach der Ausbringung vorsichtig mit der Gießkanne von den Blättern spülen. Ein großer Vorteil von Kalkstickstoff auf Staudenbeeten: Er dezimiert nicht nur die kleineren Samenunkräuter sondern auch die Schneckenbrut, die auf den Staudenbeeten meist ideale Entwicklungsmöglichkeiten haben.

 

Kann ich Himbeeren mit Kalkstickstoff düngen?

Bei der Düngung von Himbeerkulturen mit Kalkstickstoff sollten die folgenden Hinweise beachtet werden:

Bei ganzflächiger Düngung sollte die Aufwandmenge bei etwa 30 Gramm je Quadratmeter liegen. Werden nur die Pflanzreihen gedüngt, sollte in der Pflanzreihe die Konzentration nicht höher als 40 Gramm je Quadratmeter liegen. Es lohnt sich also, die zu düngende Fläche vorher sorgfältig abzumessen und die benötigte Menge an Kalkstickstoff exakt abzuwiegen oder abzumessen: Das Schüttgewicht von Kalkstickstoff beträgt ziemlich genau 1, das heißt 10 Kilogramm Kalkstickstoff haben ein Volumen von 10 Litern.

Die Düngung sollte bereits im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb erfolgen, wenn die Himbeerruten trocken sind, das heißt also nicht unmittelbar nach Taubildung oder Regen. 
Der Boden sollte jedoch nach Möglichkeit noch feucht sein. Dadurch wird eine gewisse herbizide Nebenwirkung erzielt und keimende Unkräuter werden vernichtet.

Die bodenhygienische Wirkung des Kalkstickstoffs scheint nach älteren Versuchen auch eine deutliche befallsmindernde Wirkung gegen das gefürchtete Himbeerrutensterben zu haben.

 

Kann man Kalkstickstoff gegen Kohlhernie im Garten einsetzen?

Die befallsmindernde Wirkung von Kalkstickstoff auf die Kohlhernie ist schon seit rund 90 Jahren bekannt. Der Erreger der Kohlhernie Plasmodiophora brassicae bildet massenhaft Dauersporen, die im Boden bis zu 20 Jahre überdauern können. Aus diesen Dauersporen schlüpfen begeißelte Zoosporen, die sich aktiv zu den Wurzeln hinbewegen und in die Wurzelhaare eindringen. Dort findet eine erste Vermehrung statt. Anschließend dringt der Pilz in den Wurzelzylinder ein, wo er die bekannten Wucherungen (Gallenbildung) auslöst, die zum Kümmern bzw. Absterben der Pflanzen führen.

Es ist bekannt, dass diese Krankheit durch enge Fruchtfolgen, niedrige pH-Werte im Boden, hohe Temperaturen und hohe Bodenfeuchte gefördert wird. Hohe pH-Werte schränken die Beweglichkeit der Zoosporen dagegen ein und verringern die Infektionsgefahr. Deshalb hat die Anwendung von Branntkalk oder Kalkstickstoff allein durch die pH-Wirkung schon einen befallsmindernden Effekt.

Beim Kalkstickstoff kommt aber noch hinzu, dass er durch seine Cyanamidphase die Dauersporen für eine gewisse Zeit am Auskeimen hindert und diese somit keine Zoosporen entlassen.

Die Dauersporen werden dabei nicht abgetötet, sondern nur für einige Wochen gehemmt. Diese Phase reicht den Kohlgewächsen meistens aus, um erst einmal ein leistungsfähiges gesundes Wurzelwerk aufzubauen.

 

Was kann man tun um den verbrannten Rasen zu retten?

Ob sich der geschädigte Rasen erholt, hängt vom Grad der Verbrennung ab. Auf jeden Fall ist Trockenstress zu vermeiden und der Rasen gleichmäßig schön feucht zu halten. In den allermeisten Fällen regenerieren sich die Gräser innerhalb kurzer Zeit aus dem Wurzelstock (wie z.B. nach einem strengen Winter). Sollte sich nach vier Wochen noch kein Neuaustrieb zeigen, ist davon auszugehen, dass sich die Gräser nicht mehr erholen und es muss eine Neuansaat erfolgen.

 

Welche PERLKA-Menge sollte man auf Rasen ausbringen?

Auf Rasen sollte Kalkstickstoff in einer Größenordnung von 20 bis 25 Gramm je Quadratmeter ausgebracht werden.

 

Welche Vorteile bringt der Kalkstickstoffeinsatz für die Kompostierung?

Seit vielen Jahrzehnten wird Kalkstickstoff mit großem Erfolg bei der Kompostierung eingesetzt. Zahlreiche wissenschaftlich begleitete Versuche haben gezeigt, dass Kalkstickstoff wie kein anderer Dünger die Kompostierung beschleunigt, die Rottetemperaturen erhöht, den Abbau der Zellulose fördert und den Aufbau wertvoller Huminsäuren fördert. Gleichzeitig ist aber bekannt, dass Kalkstickstoff Schnecken und Schneckeneier, Unkrautsamen sowie bestimmte Schadpilze im Kompost dezimiert. 

 

Werden Kompostwürmer durch den Kalkstickstoffeinsatz geschädigt?

Kompostwürmer meiden die oberste Schicht der Kompostmiete und leben vorzugsweise im mittleren Bereich, wo der Abbau der organischen Substanz bereits fortgeschritten ist. Bei sachgemäßer Anwendung von Kalkstickstoff, also regelmäßiges Streuen auf die Oberfläche des Komposthaufens (wenn eine Schicht von etwa 25 Zentimetern frischen Materials hinzugekommen ist), erfolgt keine Schädigung der Kompostwürmer.

 

Werden meine Sträucher durch den Kalkstickstoffeinsatz geschädigt?

Sträucher sind aufgrund ihres tief reichenden Wurzelsystems sehr unempfindlich, solange der Kalkstickstoff nicht auf die Blätter gelangt. Aus diesem Grund kann unter Sträucher Kalkstickstoff ohne Probleme auch in höheren Gaben (bis 60 Gramm je qm) gestreut werden.

Damit kann man kleinere Samenunkräuter gut ausschalten. Wurzelunkräuter wie Giersch, Quecke oder Zaunwinde sind aber ebenso unempfindlich wie die Sträucher, da auch sie sehr tief wurzeln und das Cyanamid nicht so weit vordringt.

 

Wie groß sind die PERLKA-Körner, kann man diese mit meinem Streuwagen ausbringen?

Kalkstickstoff PERLKA ist ein relativ feines Granulat, die Korngröße reicht von 0,7 bis 3,5 mm. Das Gros der Granulate ist zwischen 1-2 mm groß. Häufig wird im Kleinpackungsbereich für die Gartencenter auch eine PERLKA-Feinabsiebung von 0,7 bis 1,8 mm vertrieben, die für Streuwagen günstiger ist, da die Korngröße nicht so stark variiert. Wenn man Kalkstickstoff mit dem Streuwagen ausbringen will, sollte man auf jeden Fall die Einstellung für einen feinkörnigen Dünger verwenden.

 

Wie kann ich die Ausbringmenge meines Streuwagens überprüfen?

Um die Einstellung des Streuwagens zu kontrollieren gibt es eine einfache Methode: Die Doppelseite einer Tageszeitung auf eine ebene Fläche auslegen. Die Zeitung bedeckt dann eine Fläche von ca. 80 x 57 cm, das ist knapp ein halber Quadratmeter. Dann mit dem Düngerstreuer zweimal über die aufgeschlagene Zeitung fahren. Die auf der Zeitung liegende Düngermenge entspricht dann etwa der Ausbringungsmenge auf einem Quadratmeter (abhängig von der Streubreite des Streuers). Die Zeitung vorsichtig zuklappen und den Dünger in einen leeren Joghurtbecher rieseln lassen und auf der Briefwaage abwiegen. Da das Schüttgewicht von Kalkstickstoff Perlka etwa bei 1 liegt, kann die Menge stattdessen auch in einem Messbecher abgemessen werden, Milliliter sind gleich Gramm.

 

Wie viel Kalkstickstoff verwendet man beim Einsatz im Kompost?

Anwendungsempfehlung für Kalkstickstoffzugabe zu Kompost: Beim Aufsetzen des Komposthaufens jeweils auf eine Schicht von 25 Zentimetern Gartenabfällen 150 Gramm Kalkstickstoff pro Quadratmeter Oberfläche streuen. Nicht einmischen!

 

Wie wirkt eine Kalkstickstoff-Zugabe auf die Kompostierung?

Wird Kalkstickstoff in die oberste Schicht eines Komposthaufens, also dem frischen Material zugefügt, so entsteht dort kurzfristig eine hohe Konzentration an Cyanamid, welches die Schnecken und viele dem Pflanzenmaterial anhaftenden Keime und Unkrautsamen vernichtet. Aber schon nach etwa einer Woche hat sich das Cyanamid vollständig in Harnstoff bzw. Ammonium und andere ungiftige Stickstoffformen umgewandelt. Im Gegensatz zu den üblichen Düngern ist aber der weitere Abbau in Richtung Nitrat beim Kalkstickstoff stark verzögert. Das wiederum kommt den Mikrooganismen im Kompost zugute, die den Ammoniumstickstoff benötigen, um die stickstoffarmen Gerüstsubstanzen des Pflanzenmaterials abzubauen. Deshalb kommt es etwa eine Woche nach der Kalkstickstoffzugabe zu einer explosionsartigen Vermehrung der erwünschten Rottebakterien, was in größeren Kompostmieten zu einem deutlichen Temperaturanstieg führt. Die starke Verschiebung der Mikroorganismen-Population in Richtung der nützlichen Rottebakterien und der Temperaturanstieg bewirken eine weitere Hygienisierung des Kompostes. 

 

Wieso können nach der Kalkstickstoffgabe deutliche Verbrennungen des Rasens auftreten?

Wenn ein Rasen nach einer Kalkstickstoff-Düngung Verbrennungen aufweist, kann dies verschiedene Ursachen haben:

1. Überdosierung: Es wurden großflächig mehr als 30 Gramm Kalkstickstoff je Quadratmeter ausgebracht.

2. Ungleichmäßige Verteilung: In diesem Fall treten die Verbrennungen nicht gleichmäßig, sondern streifen- oder nesterweise auf. Wurde mit einem Streuwagen ausgebracht, kann es in den Überlappungszonen zu streifenförmigen Verbrennungen kommen.

3. Ausbringung auf nasses Gras: In diesem Fall bleiben zu viele Stickstoffkörnchen an den Grashalmen kleben und führen dort zu Verbrennungen.

4. Ausbringung auf eine frisch angesäte Rasenfläche: Sofern die Gräser noch nicht über ein ausgeprägtes Wurzelwerk und Bestockungstriebe verfügen, sind sie extrem empfindlich gegenüber dem Kalkstickstoff. Daher sollte man Rasenflächen im Jahr der Ansaat noch nicht mit Kalkstickstoff düngen.