Produkte

Über AlzChem

Raps Aktuell – Wie kann Raps auch unter schwierigen Bedingungen erfolgreich angebaut werden?

Diese Frage stellen sich aktuell viele Pflanzenbauer im Hinblick auf die Anbauplanung 2019/2020. Betriebswirtschaftlich gesehen führt Raps zu weniger Einnahmen als Weizen. Zur ehrlichen Betrachtung gehört jedoch auch, dass die letzten drei Vegetationen eher suboptimal für den Raps waren. Wie sicher ist der Weizenanbau ohne die Vorfrucht Raps? Welche Alternativen existieren? Hierbei sind mehr Fragen vorhanden als mögliche Antworten. Liegt die Problematik des Rapsanbaus möglicherweise auch an der Gestaltung der Fruchtfolge in den letzten 20 Jahren? Sind die aktuell gültigen Anbaumethoden noch zielführend? Lohnt es sich, über neue Strategien nachzudenken?

Ja, denn bei einer kompletten Betrachtung der Fruchtfolgen ist der Raps ein sehr wichtiges Glied zur Absicherung des Getreideanbaus in den Marktfruchtbetrieben.

Was sollte modifiziert werden? Welche Strategie des Rapsanbaus ist angesichts der öffentlichen Diskussionen auch gesamtgesellschaftlich zu empfehlen? Welche Möglichkeiten sollte der Pflanzenbauer nutzen?

Die Bodenbearbeitung als Vorbereitung zur Aussaat sollte darauf abzielen, Unkräuter zu reduzieren, eine ausreichende Lockerung mit Rückverfestigung zu garantieren, die Keimung sicherzustellen sowie eine Pfahlwurzelbildung im Herbst zu fördern und gleichzeitig Schaderreger zu reduzieren. Hier bietet die Landtechnik sehr viele Möglichkeiten. Eine Bearbeitung mehr hilft oft Folgeprobleme zu lösen und ist damit sehr wirtschaftlich! Trotzdem gilt: Jegliche Bearbeitung unter ungünstigen Bedingungen sollte unterbleiben.

Zur Rapssaat möchten die Sorteneigenschaften stärker berücksichtigt werden. Generell gilt die Regel, so spät wie möglich zu säen, weil damit schon vorbeugender Pflanzenschutz betrieben werden kann. Ob Kohlhernie, Kohlfliege, Erdfloh, Phoma als auch Sclerotinia – später gesäte Bestände sind gesünder.

Wie kann die Nährstoffversorgung im Herbst zur Pflanzengesundheit beitragen?

Das Wichtigste vorweg: Alle Nährstoffe sollten entsprechend der Bodenart in der Versorgungsstufe C pflanzenverfügbar sein. Disharmonische, einseitige Versorgung fördert inhomogene, gestresste und damit krankheitsanfällige Rapsbestände. Aus diesem Grund sollten fehlende Nährstoffe ergänzt werden. Eine gute Möglichkeit ist neben der ganzflächigen Ausbringung die platzierte Düngung. Es ist eine hohe Nährstoffeffizienz zu erwarten, da ausschließlich die Pflanze und nicht der Boden bzw. die Unkräuter gedüngt werden. Hierbei kommt dem Kalkstickstoff mehr denn je eine große Bedeutung zu. Ob vor der Saat mit 200 kg je ha ausgebracht, als Reihendüngung (5 cm Abstand zur Saatreihe) mit 100 kg je ha gedüngt, oder in BBCH 14. In allen Fällen sorgt Kalkstickstoff für gesunden, harmonischen Aufwuchs. Es konnte sogar eine Vergrämung von Schadnagern beobachtet werden.

Eine zunehmende Anzahl von bedeutenden Betrieben in Thüringen und Sachsen setzen mittlerweile im Rapsanbau auf das wirtschaftliche Gesund-Anbausystem mit Kalkstickstoff.

 

Fazit:

Das Hauptziel aller Maßnahmen muss die Etablierung eines gesunden Bestandes sein, da im Herbst schon 70 % des Ertrages festgelegt werden. Ein wichtiger, zielführender Baustein für erfolgreichen Rapsanbau ist die Kalkstickstoffdüngung.

Gerne beraten wir Sie.

 

Über AlzChem

Die AlzChem-Gruppe ist ein vertikal integrierter Hersteller von diversen Chemieprodukten, die auf der NCN-Kette basieren. Dabei handelt es sich um Produkte mit typischer Stickstoff-Kohlenstoff-Stickstoff-Bindung, die in einer Vielzahl von Branchen Anwendung finden. Die Gruppe hat eine führende Marktposition in ausgewählten Nischenmärkten. Der strategische Wachstumsfokus und der Schwerpunkt der umfangreichen Forschung und Entwicklung liegen auf dem Geschäftssegment Specialty Chemicals. Das Unternehmen hat rund 1.560 Mitarbeiter an vier Standorten in Deutschland und drei weiteren im Ausland.

© Fotolia © Fotolia
Martin Eberl

Martin Eberl

T +49 8621 86-2258

martin.eberl@alzchem.com