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Kalkstickstoff Anwender Pferdehalter

Darf ich Kalkstickstoff auf feuchte Bestände streuen?

Normalerweise wird Kalkstickstoff immer auf trockene Bestände ausgebracht.

Bei sehr starkem Kleeaufkommen kann man aber auch auf den taufeuchten Bestand streuen, was zu starken Verätzungen an den Pflanzen führt. Da der Klee durch seine waagrechte Blattstellung und die größere Blattfläche mehr Düngerkörnchen auffängt wird er ungleich stärker verätzt als das Gras. Zwar erholt sich der Klee meist wieder, das Gras erhält aber einen Wachstumsvorsprung und kann sich stärker behaupten und drängt so den Klee in der Grasnarbe bis zu einem gewissen Grad zurück.

 

Ist es sinvoll eine kleehaltige Weide mit Kalkstickstoff zu düngen?

Breitet sich auf einer Weide der Klee stark aus, deutet dies auf einen Stickstoffmangel hin. Denn bei einem guten Nährstoffangebot sind die Gräser so starkwüchsig, dass sie den Klee unterdrücken. Bei Stickstoffmangel hingegen breitet sich der Klee aus.

Bei sehr starkem Kleeaufkommen kann man Kalkstickstoff  auf den taufeuchten Bestand streuen, was zu starken Verätzungen an den Pflanzen führt. Da der Klee durch seine waagrechte Blattstellung und die größere Blattfläche mehr Düngerkörnchen auffängt wird er ungleich stärker verätzt als das Gras. Zwar erholt sich der Klee meist wieder, das Gras erhält aber einen Wachstumsvorsprung und kann sich stärker behaupten und drängt so den Klee in der Grasnarbe bis zu einem gewissen Grad zurück.

 

Kann es bei Pferden zu Schäden kommen, wenn Kalkstickstoff auf der Weide eingesetzt wurde?

Obgleich jedes Frühjahr viele Tausend Hektar Pferdeweiden mit Kalkstickstoff abgedüngt werden, und es irrtümlicherweise immer wieder zur Nichtbeachtung der Wartezeit kommt, sind bei Pferden bislang noch keine Vergiftungsfälle und dementsprechende Symptome gemeldet worden. Dies beruht vermutlich darauf, dass der Kalkstickstoff eine vergrämende Wirkung hat und die Pferde (und auch andere Tiere) vermeiden, kontaminiertes Futter aufzunehmen. Nichts desto Trotz ist nicht völlig auszuschließen, dass Pferde kontaminiertes Futter aufnehmen, vor allem, wenn sie keine Auswahlmöglichkeit haben. Aus diesem Grund sollte die 14 tägige Wartezeit unbedingt eingehalten werden. Denn so ist sichergestellt, dass sich das Cyanamid des Kalkstickstoffs vollständig zu Harnstoff und anderen ungiftigen Verbindungen umgebaut hat. Diese sollte auch konsequent eingehalten werden, denn es entspricht nicht der guten fachlichen Praxis, Pferde auf eine Koppel zu schicken, wo am Gras noch der gerade gestreute Dünger klebt. 

 

Kommt Cyanamidstickstoff auch in der Natur vor?

Um die Gräser wieder stärker zu fördern und die Unkräuter zurückzudrängen bedarf es einer Reihe von Maßnahmen: Eine chemische Unkrautbekämpfung allein ist eine reine Symptombekämpfung, ändert aber nichts an den Ursachen der Verunkrautung. Ändert sich ansonsten nichts wird sich die ursprüngliche Verunkrautung rasch wieder einstellen. Was also ist zu tun?

  • Regelmäßiges Absammeln der Pferdeäpfel um das Entstehen von Geilstellen (Ausgangspunkte für die Verunkrautung) zu verhindern. Gleichzeitig vermindert man damit die Parasitenbelastung der Weide.
  • Regelmäßiges Abmähen der Weidereste: Verhindern Sie, dass die von den Pferden verschmähten Pflanzen Samen bilden können oder durch ungestörtes Wachstum überhand nehmen!
  • Nutzen Sie einen Teil der Fläche bei übergroßem Futterangebot (Frühjahr) zur Heugewinnung (Schnittnutzung)! Lassen Sie das Gras nicht überständig werden, denn das führt zur Narbenauflockerung.
  • Düngung der Weide mit Kalkstickstoff im Frühjahr: Kalkstickstoff übt einen positiven Einfluss auf die Zusammensetzung der Pflanzengesellschaft aus: Unkräuter werden durch die herbizide Nebenwirkung des Düngers zurückgedrängt, Gräser nehmen zu. Gerade bei einem starken Besatz der Fläche mit Hahnenfuß lohnt sich die alljährliche Düngung der Weide mit Kalkstickstoff.

Mehrfach haben Pferdehalter berichtet, dass sie auf diese Weise innerhalb von 2 bis 3 Jahren den Hahnenfuß weitgehend von der Fläche verdrängt hatten. Der ideale Anwendungstermin liegt zu Vegetationsbeginn im Frühjahr, die Aufwandmenge bei 300 bis 400 kg Kalkstickstoff Perlka je Hektar. Die lange anhaltende gleichmäßige Stickstoffwirkung des Kalkstickstoffs fördert zudem vor allem die wertvollen ausläuferbildenden Untergräser. Nach Erfahrungen aus der Praxis lässt sich durch eine regelmäßige Anwendung von Kalkstickstoff auch der Vormarsch des gefährlichen Jakobskreuzkrautes stoppen. Auch der Löwenzahn geht zurück, wenn die Düngerkörnchen in die Mitte der Blattrosette rollen und den Vegetationskegel verätzen. 

 

Wann sollte man wie viel Kalkstickstoff auf eine Pferdeweide ausbringen?

Der ideale Anwendungstermin liegt zu Vegetationsbeginn im Frühjahr, die Aufwandmenge bei 300 bis 400 kg Kalkstickstoff Perlka je Hektar.

 

Welche Wartezeit ist nach dem Einsatz von Kalkstickstoff auf Pferdeweiden einzuhalten?

Nach der Kalkstickstoffdüngung wird eine 14 tägige Wartezeit empfohlen. Nach dieser Zeitspanne ist es sichergestellt, dass sich das Cyanamid des Kalkstickstoffs vollständig zu Harnstoff und anderen ungiftigen Verbindungen umgebaut hat.

Um sicherzugehen kann man im Zweifelsfall auch einen Kressetest durchführen.

 

Wirkt Kalkstickstoff bei Moos auf Pferdeweiden?

Aufgrund der Tatsache, dass das Moos kein Wurzeln bildet und direkt auf der Bodenoberfläche haftet, ist es gegenüber der Cyanamidphase des Düngers Kalkstickstoff besonders empfindlich. Wenn durch eine Düngung mit Kalkstickstoff die bestmögliche Wirkung gegen das Moos erzielt werden soll, ist eine Aufwandmenge von 3 bis 4 Doppelzentnern je Hektar zu wählen. Die Anwendung erfolgt am besten im zeitigen Frühjahr zu Vegetationsbeginn. Das Gras sollte zum Zeitpunkt des Ausstreuens einigermaßen abgetrocknet sein, damit nicht zuviel Kalkstickstoff an den Blättchen hängen bleibt. Der Boden darf aber durchaus noch feucht sein. Die Wirkung wird je nach Witterung erst nach ein bis zwei Wochen sichtbar, wenn das Moos braun wird und abstirbt. War der Moosbefall sehr stark, so dass die Grasnarbe sehr dünn ist, empfiehlt es sich, etwa 14 Tage nach der Kalkstickstoffdüngung eine Nachsaat mit einer weidelgrasreichen Pferdeweiden-Saatmischung vorzunehmen.