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Kohlhernie im Raps vorbeugen

PERLKA® Kalkstickstoff - Kohlhernie Raps - Kohlhernie bekämpfen - Raps Auflauf und Herbstentwicklung - Bodenhygiene

Kohlhernie im Raps vorbeugen!

Durch die starke Ausweitung des Rapsanbaus in den letzten Jahren wird diese Kultur heute auf vielen Flächen alle drei oder vier Jahre angebaut. Die engen Fruchtfolgen bergen allerdings die Gefahr, dass sich die Kohlhernie auf den Feldern ausbreitet und die Wirtschaftlichkeit des Rapsanbaus in der Zukunft in Frage stellt. Da die Dauersporen der Kohlhernie im Boden bis zu 20 Jahre überdauern können, darf es erst gar nicht zu einer massiven Verseuchung des Bodens kommen. 

Mehr Sicherheit bei den Rapserträgen

Folgende Maßnahmen sind zu ergreifen, um die Ausbreitung der Kohlhernie möglichst wikrungsvoll zu bremsen:

1. Anbaupausen von mindestens 3 Jahren für Raps und andere Kreuzblütler (Senf, Kohlarten)
2. Optimaler pH-Wert im Bereich 6,5 bis 7,0. Notwendige Kalkung innerhalb der Fruchtfolge vorzugsweise zum Raps in Form von Branntkalk geben. Calcium in der Bodenlösung schränkt die Beweglichkeit der Kohlherniesporen ein und erschwert deren Eindringen in die Wurzel.
3. Auf bereits befallenen Flächen Anbau von resistenten Sorten. Da die Resistenz relativ leicht durchbrochen werden kann, sollten aber die üblichen Vorsorge-Maßnahmen unbedingt beibehalten werden. Nur so lässt sich der Vorteil der Resistenz möglichst lange erhalten!
4. Keine zu frühen Aussaattermine: Das Kohlhernie-Risiko steigt mit der Bodentemperatur! Deshalb sind August-Aussaaten wesentlich stärker gefährdet als September-Aussaaten.
5. Bodenhygiene mit Kalkstickstoff. Kalkstickstoff hemmt durch seine Hygienewirkung die Dauersporen der Kohlhernie am Auskeimen und schränkt die Beweglichkeit der Schwärmsporen ein. Wichtig ist dabei, dass der Kalkstickstoff nur ganz flach in die oberste Bodenschicht eingearbeitet wird. Ideal hat sich die Ausbringung unmittelbar vor der Aussaat erwiesen. Die Einmischung durch den Sävorgang hat sich dabei als ausreichend erwiesen. Die Aufwandmenge sollte bei 250 kg/ha Kalkstickstoff liegen, das entspricht einer N-Gabe von 50 kg Reinstickstoff.